Die City Kids in der Kompturstraße im Schnoor ist eine Kleinkindgruppe mit zwölf Plätzen, in der Töferbohmstraße im Stephaniviertel / Faulenquartier entstehen 4 Kleinkindgruppen mit jeweils 8 Plätzen, darunter eine Gruppe mit behinderten Kindern. In beiden Einrichtungen bestehen verschiedene Betreuungsangebote für Kinder zwischen 8 Wochen und dem vollendeten dritten Lebensjahr. Je nach den Arbeitsmodellen der Beschäftigungsunternehmen können Ganztagsplätze gebucht oder Teilzeitplätze auf 2 oder 3 ganze Tage oder auf Vormittage und Nachmittage aufteilt werden.
Die gewünschten Betreuungszeiten werden zu Beginn des Krippenjahres gemeinsam mit den Eltern verbindlich festgelegt. Diese Festlegung kann bei Bedarf zum neuen Krippenjahr geändert werden.
Konkret bestehen für die Eltern folgende Buchungsmöglichkeiten:
- 20 Stunden / Halbtags inkl. Mittagessen
- 30 Sunden / Teilzeit inkl. Mittagessen
- 40 Sunden / Ganztags inkl. Mittagessen
- 2 Tage inkl. Mittagessen
- 3 Tage inkl. Mittagessen
Diese hohe Flexibilität wird bei dem Einsatz des Personals und beim Tagesablauf in besonderer Weise berücksichtigt. Bei den Teilzeitplätzen wird auf einen am Tagesablauf orientierten und harmonischen Übergang geachtet. Um eine Gruppenintegration zu gewährleisten ist es erforderlich, dass ein Kind mindestens an 2 Tagen in der Woche anwesend ist.
zum Inhalt
Die Einrichtungen sind ganzjährig jeweils von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet, mit Ausnahme folgender Schließzeiten:
- 3 Wochen in den Sommerferien
- 1 Woche zwischen Weihnachten und Neujahr
- Feiertage
zum Inhalt
07:30- 08:30 Uhr - Freispiel, Ankunft der Kinder
08:30- 08:45 Uhr - Ankunft der letzten Kinder, Freispiel
08:45- 09:00 Uhr - Begrüßung, Morgenkreis
09:00- 09:30 Uhr - gemeinsames Frühstück
09:00- 10:00 Uhr - Wickeln, Zähne putzen
10:00- 11:15 Uhr - Spiel- und Lernangebote, Spielplatzbesuche, Ausflüge
11:15- 11:30 Uhr - Kreisspiele, Tanzen, Singen
11:30- 12:00 Uhr - gemeinsames Mittagessen
12:00- 12:30 Uhr - Abräumen, Zähne putzen, Wickeln, Vorbereitung auf den Mittagsschlaf
12:30- 14:00 Uhr - Mittagsschlaf/ Mittagsruhe
14:00- 14:30 Uhr - Freispiel, bis alle Kinder aufgestanden sind
14:30- 15:00 Uhr - Nachmittagssnack
15:00- 16:30 Uhr - Spiel- und Lernangebote, Spielplatzbesuche, Ausflüge
16:30- 17:30 Uhr - Freispiel
Der Tagesablauf soll den Kindern dienen, um sich an bestimmten, immer wiederkehrenden Abläufen zu orientieren. Er ist jedoch als Richtlinie zu sehen und nicht als absolute Vorgabe, so dass noch Raum für situationsorientierte Aktionen bleibt.
zum Inhalt
Bezogen auf eine Gruppe mit 8 Kindern werden die Kinder von einer Erzieherin (Vollzeit), einer Kinderpflegerin (oder vergleichbare Qualifikation, ebenfalls Vollzeit) und einer Springkraft gemäß den amtlichen Vorgaben betreut. Dabei orientiert sich die Aufteilung der Stunden und der Einsatz der jeweiligen Fachkräfte an der Anwesenheit der Kinder, um verlässliche Bezugspersonen für die einzelnen Kinder zu gewährleisten.
Die Leitung der Einrichtung wird von einer Erzieherin / einer Sozialpädagogin wahrgenommen.
zum Inhalt
Den Kindern wird eine ausgewogene und abwechslungsreiche Kost zum Mittagessen angeboten. Bei den City Kids in der Komturstraße wird dazu das Essen vom St. Josef-Krankenhaus servierfertig geliefert. Die Eltern können zwischen dem normalem Essen und Gläschen auswählen und es wird Rücksicht auf Speisevorschriften genommen, die religiös oder allergiebedingt begründet sind. Bei den City Kids 2 in der Töferbohmstraße werden die Mahlzeiten ab Sommer 2007 selbst vor Ort zubereitet.
Es wird darauf geachtet, die Mahlzeiten mit den Kindern in einer ruhigen, gepflegten Atmosphäre einzunehmen. Gemeinsamer Anfang und Ende spielen dabei eine wichtige Rolle. Im vertrauten Rahmen der Gruppe wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre Essgewohnheiten und Vorlieben zu erweitern. Dabei wird den Kindern beigebracht, selbständig zu essen.
Für das täglich von zu Hause mitgebrachte Frühstück sowie den Nachmittagssnack sollen die Kinder zum einen Lebensmittel mitbekommen, welche sie mögen und gerne essen. Diese sollen zum anderen aber auch eine gesunde Grundlage bieten, wie z.B. ein Stück Obst oder Gemüse, Vollkornbrot, Joghurt etc.
Ebenso wie das Essen ist gesundes ausreichendes Trinken wichtig, deshalb wird den Kindern Tee, Wasser und Saftschorle angeboten.
Stillkindern wird die Flasche angeboten, wobei ausschließlich die Eltern entscheiden, ob ihr Kind Muttermilch, Milchpulver oder Gläschen erhalten soll.
zum Inhalt
Kranke Kinder (dazu gehören auch stark erkältete Kinder) sind eine große Belastung für die gesamte Gruppe, da sie ein Ansteckungsherd für alle Kinder und Erwachsenen sind.
Bei ansteckenden Krankheiten (auch bei einem Verdacht) muss das Kind so lange zu Hause bleiben, bis der behandelnde Arzt einer Wiederkehr in die Krippe zustimmt.
zum Inhalt
In Rücksprache und Kooperation mit den Eltern soll die persönliche Entwicklung jedes einzelnen Kindes in einem Umfeld, in dem es sich wohl fühlen kann und in dem es Sicherheit und Orientierung erhält, unterstützt und gefördert werden.
In den letzten Jahren hat sich die Vorstellung über das Lernen und die Entwicklung von Kleinkindern gewandelt. Schon die Kleinsten können sich selbst bestimmt handelnd mit ihrer Umwelt auseinander setzen und dabei sind Lernen und Körpererfahrung unmittelbar miteinander verknüpft. Sie brauchen verlässliche Bezugspersonen und andere Kinder um sich zu entwickeln und soziale Erfahrungen zu machen und einen entwicklungsbezogenen Wechsel von Aktivitäten und Ruhe.
Kleine Kinder erfahren die Welt vor allen Dingen über ihre Sinne, so brauchen sie Spiel und Erlebnisräume, die es ihnen ermöglichen in diesen Bereichen zu agieren. Zur Entwicklung von emotionaler Intelligenz und sozialer Kompetenz brauchen sie sowohl liebevolle Zuwendung und Körperkontakt, als auch die Möglichkeit mit Erwachsenen und Kindern in einen Austausch und eine Beziehung zu treten.
Indem die Kinder in ihren Fähigkeiten bestärkt und dort unterstützt werden, wo sie noch Schwierigkeiten haben ( „Hilf mir, es selbst zu tun“), soll ihr frühes Bedürfnis, möglichst eigenständig zu handeln, gefördert werden. Erfolgserlebnisse (z.B. beim selbstständigen An- und Ausziehen, beim Essen, Zähneputzen und Toilettengang) und die ihnen eingeräumte Möglichkeit eigene Entscheidungen zu treffen (z.B. was und mit wem sie spielen möchten) werden ihr Selbstbewusstsein stärken.
Die Kinder sollen lernen, sich in eine Gruppe zu integrieren und sich im täglichem Miteinander zu behaupten. Dazu zählt der Aufbau gegenseitigen Respekts und Verständnisses, Geduld und Rücksichtsnahme sowie die Suche und Austragung verschiedener, gewaltfreier Konfliktlösungen. Sie erhalten durch die verschiedenen Alterstufen die Möglichkeiten voneinander zu lernen.
Zur Schulung ihrer Sinneswahrnehmung sollen die Kinder vielfältige Anregungen erhalten, die ihnen Spaß und Freude bereiten. Sie sollen angehalten werden, nicht nur mit (handels-) üblichem Spielzeug zu spielen, was ihnen meist schon zu Hause zur Verfügung steht, sondern die Möglichkeit erhalten, ihre Umwelt spielerisch zu erkunden. So oft wie möglich sollen die Kinder daher nach Draußen gehen und Dinge in ihrer natürlichen Umgebung (z.B. in den Wallanlagen, an der Weser, etc.) erleben. Mit selbst gesammelten Naturmaterialien können sie auch in den Räumlichkeiten „experimentieren“, wodurch gleichzeitig ihre (fein-) motorischen Fähigkeiten geschult werden.
Die Lage der Einrichtung in der Innenstadt ermöglicht außerdem, dass die Kinder auch das städtische Leben in seiner Vielfalt und mit seinen Einrichtungen und Angeboten (z.B. Blumen und Gemüsemarkt, Schiffe an der Schlachte, etc.) erleben.
Da der zum Teil frühe Beginn für die Kinder eine besondere Anstrengung bedeutet stellen Ausflüge, aber auch Bewegungsangebote (Turnen, Tanzen, Klettern, etc.) und Entspannungsangebote (Mittagsruhe, Schlaf/ Entspannungsübungen) einen zentralen Bestandteil des Konzepts dar. Gruppengröße und Betreuungsschlüssel ermöglichen gezielte Einzelförderung.
Die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder sollen immer unter Berücksichtigung ihrer Wünsche, Bedürfnisse, Interessen und des individuellen Entwicklungsstandes, z.B. durch Kreis-,Bewegungs- und Fingerspiele oder Reime gefördert werden. Es wird gesungen und gemeinsam musiziert. Erzählungen, Gespräche, Rollenspiele und Bilderbuchanschauungen vermitteln den Kindern spielerisch Wissen.
Damit die Kinder ihre schöpferische Phantasie und Kreativität weiterentwickeln können wird ihnen Raum gegeben, um sich in allen Bereichen, vor allem aber dem künstlerischen (Gestaltung mit Farben, Papier, Musik usw.) selbst zu erproben und zu experimentieren. Ihre Ideen und Phantasiewelten werden ernst genommen und so weit wie möglich in der Tagesstätte aufgegriffen.
Ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufes ist das so genannte Freispiel.
In dieser Zeit können die Kinder:
- ihren Spielort im Gruppenraum bzw. auf dem Spielplatz selbst wählen
- entscheiden, was sie tun möchten (z.B. spielen, zuschauen, ausruhen, bauen, malen usw.)
- alleine, mit anderen Kindern oder mit der Erzieherin/ Praktikantin etwas tun
- den Spielverlauf gestalten
- sich mit oder ohne vorgegebenem Material beschäftigen
- die Beschäftigungsdauer selbst bestimmen und wechseln nach eigenem Ermessen
- Intensität und Tempo ihrer Tätigkeit werden nach eigenen Bedürfnissen und Kräfteverhältnissen selbst festgelegt.
Dabei stehen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund:
- alleine sein wollen bzw. Nähe und Zuwendung einfordern
- lange ausharren oder schnell wechseln
- aktiv sein bzw. „Nichts tun“
- mit Kindern spielen oder sich alleine beschäftigen
- körperliche Bedürfnisse individuell regeln
- sich alleine etwas suchen oder am Angebot der Erzieherin teilnehmen
Das Freispiel hat große Bedeutung und bekommt deshalb viel Raum, weil hier
- soziale Beziehungen geknüpft werden
- Lernerfahrungen durch Wiederholungen vertieft werden
- positive und negative Erfahrungen verarbeitet werden
- die Kinder kreativ / schöpferisch tätig sind
- eigene Impulse der Motor sind
- Weisungen und Vorschriften eine untergeordnete Rolle spielen
- Spaß am Tun entwickelt wird
- die eigene Wissbegier gestillt und die Welt entdeckt wird
zum Inhalt
Kinder ( und Eltern ) erhalten die Möglichkeit, sich mit der Zeit und Ruhe, die sie jeweils benötigen, an den neuen Tagesablauf zu gewöhnen. In den ersten Tagen sollte ein Elternteil als „Zufluchtstätte“ ständig anwesend sein, damit sich die Kinder ohne Angst mit der neuen Umgebung vertraut machen können. Um sie nicht zu überfordern, wird es reichen, wenn sich der Besuch in der Anfangsphase auf einige wenige Stunden beschränkt.
Der erste Trennungsversuch wird durch die räumliche Nähe der Gruppe zur Arbeitsstätte der Eltern in der Innenstadt deutlich erleichtert. Zumindest ein Elternteil wird schnell zurückrufbar sein, falls das Kind noch nicht alleine bleiben kann. Im Übrigen richtet sich Dauer und Ablauf der Eingewöhnungsphase nach dem individuellen Entwicklungsstand und Tempo jeden einzelnen Kindes.
zum Inhalt
Kommunikation und Informationsfluss zwischen Betreuungskräften und Eltern sollten stetig gewährleistet sein. Dazu finden in den Einrichtungen zwei mal jährlich Elternabende sowie Einzelgespräche zur Entwicklung der Kinder statt. Darüber hinaus veranstalten die Einrichtungen einmal im Jahr ein Weihnachtsfest und ein Sommerfest zusammen mit den Eltern.
Eine gute Zusammenarbeit der Betreuerinnen mit den Eltern ist die beste Voraussetzung für eine gelungene Krippenzeit.
Sollten noch Fragen offen bleiben oder Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich gern direkt an die Einrichtungen.
zum Inhalt
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